Renquishausen-Treffen in Syracuse
Die neueste Ausgabe von „We’s selmol war… Aus dem Leben unserer Vorfahren“ wird sich mit den Auswanderern aus Renquishausen nach Amerika beschäftigen. In den Jahren zwischen 1848 und 1929 haben mehr als 100 Personen unser Heubergdorf verlassen und über dem Atlantischen Ozean eine neue Heimat gefunden. Damals belief sich die Einwohnerzahl von Renquishausen auf rund 400, somit kann von einer Abwanderung eines Viertels der damaligen Bevölkerung gesprochen werden. Über 50 Auswanderer fanden in der Stadt Syracuse im Norden des US-Bundesstaates New York ihr neues Zuhause. Aus diesem Grund wird im Zuge dieses Buchprojektes des Heimatvereins Renquishausen am 6. August 2011 ein Renquishausen-Treffen in Syracuse stattfinden, das von Autor Thorsten Buhl organisiert wurde und an dem rund 80 Syracuser teilnehmen werden. Alle Teilnehmer sind Nachfahren der aus Renquishausen stammenden Auswandererfamilien namens Mattes, Mayer, Moser, Schilling, Seeburger, Straub und Weber. Neben dem Austausch von Informationen für das Buch soll dieses Treffen auch die Auswanderer in Erinnerung rufen und die heutigen in Syracuse lebenden Nachkommen der Renquishauser Familien zusammenbringen. Aufgrund seiner jahrelangen Recherchen konnte Thorsten Buhl zahlreiche Nachkommen der Auswanderer aus Renquishausen ausfindig machen und mit ihnen in Kontakt treten.
Bei diesem Renquishausen-Treffen werden unterschiedliche Auswanderer-Generationen aufeinandertreffen - viele Kinder von Auswanderern, aber auch Enkel und Ur-Enkel werden anwesend sein. Die letzte lebende Auswanderin von Renquishausen in Syracuse, Frau Rosa Schmid, starb im Jahr 2007 im hohen Alter von 102 Jahren. Ihre Brüder gründeten in Syracuse die Firma ‚Schilling Forge Inc‘. Ein weiterer Renquishauser, Herr Christian Weber, war 38 Jahre lang Besitzer der Molkerei Bellevue Dairy; seine heute 96jährige Tochter wird ebenfalls am Treffen teilnehmen. Die ehemaligen Besitzer des Obst- und Gemüsegroßhandels ‚Mento Produce‘ in Syracuse waren die Brüder Mattes, ihr Vater Jacob Mattes aus Renquishausen gründete die damals ‚Mattes Fruit Company‘ genannte Handelsfirma in Syracuse. Die beiden in Syracuse bekannten Pfarrer Rev. Ferdinand und Rev. Vincent Mayer haben ihre Wurzeln ebenso in Renquishausen wie deren Ur-Großnichte Mary Mara, eine bekannte Schauspielerin.
Viele weitere interessante Geschichten gibt es über das Leben der Auswanderer aus unserem Dorf zu berichten, z.B. das Aufeinandertreffen der Familie Ivo Mattes mit Indianern in der Prärie von Nebraska, wie Joseph Mattes in den Senat von Iowa gewählt wurde oder der tragische Unfall der Familie Stehle in Pennsylvania bei ihrer allerersten Ausfahrt mit einem Auto im Jahr 1913. Das neue Buch mit dem Titel „Vom Heuberg in die Neue Welt – Auswanderer aus Renquishausen nach Amerika“ wird am 01.04.2012 in Renquishausen der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser dritte Band wird erstmals in zwei Sprachen erscheinen, um es auch den Nachkommen der Auswanderer zugänglich zu machen und mit zahlreichen Fotos und Dokumenten wie Auswanderungsurkunden und Schiffspassagierlisten bebildert sein. Zur Buchpräsentation wird der Heimatverein Renquishausen mit einer Ausstellung die Geschichte der Auswanderer aufbereiten, bei der u.a. auch das Renquishausen-Treffen dokumentiert wird.
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